Das neue Dach ist montiert!
Es war fast eine neue Erfahrung: Plötzlich ging alles sehr schnell. Am Montag erhielten wir eine grosszügige Spende. Wir fuhren sofort in ein Baugeschäft in Atenas und kauften die benötigten Dachbleche, Holzbalken und Schrauben.
In Costa Rica kann man an vielen Orten ein paar Prozent sparen, wenn man bar bezahlt. Also fuhren wir zum nächsten Geldautomaten, holten Bargeld, kehrten ins Geschäft zurück und bezahlten das Material.
Danach informierten wir Valeria persönlich über die Spende und bevorstehend Lieferung. Sie hatte Tränen in den Augen und ein Lachen im Gesicht. Die Erleichterung war deutlich zu sehen und zu spüren.
Bereits zwei Stunden später wurde das Material geliefert.
Valeria versprach uns, uns auf dem Laufenden zu halten und die Arbeiten so rasch wie möglich auszuführen. Weitere zwei Stunden später erhielten wir das erste Foto: Die alten Bleche waren bereits entfernt.
Bis in die Nacht hinein wurde gearbeitet, bis das Dach wieder gedeckt war. Auch danach bekamen wir sofort Informationen und Bilder.
Dank der schnellen Hilfe hat Valeria mit ihren Kindern nun wieder ein sicheres Dach über dem Kopf.
Ein grosses Dankeschön an Elsbeth und Werner!
Dringender Hilferuf für Valeria und ihre Familie
Bei Valeria ist das Dach an mehreren Stellen defekt und verrostet. Durch die Schäden läuft Regenwasser ins Haus. Auch die Matratzen wurden nass.
Damit die Familie wieder trocken schlafen kann, brauchen wir dringend:
15 Dachbleche und Befestigungsmaterial.
Damit können die kaputten und rostigen Teile des Dachs ersetzt werden.
Jede Spende hilft. Auch kleine Beiträge bringen Sandra und ihre Familie näher an ein trockenes Zuhause.
Wir haben keine Nachricht von der Schule oder der Familie direkt erhalten. Wir gehen davon aus, dass sie genug Unterstützung erhalten haben. Sollte sich doch noch was ergeben werden wir wieder informieren.
Nothilfe im April nach einem Hausbrand
Ein Hausbrand hat in Atenas, nahe unserem Wohnort, ein ganzes Haus zerstört. Eine Familie steht vor dem Nichts.
Wir haben bereits zwei Tage später erste Sachspenden übergeben. Einen ersten Teil an Schulutensilien, Hygieneartikel und Lebensmitteln haben wir in der Schule abgegeben. Wir sind eine Aufruf von Freunden gefolgt. In Costa Rica ist es üblich, dass in einem ersten Schritt Spenden bei der Schule abgegeben werden können.
Der Bedarf bleibt hoch. Es fehlen Lebensmittel, Hygieneartikel und weitere notwendige Dinge. Wir stehen im Kontakt mit der Schuldirektorin der Schule, welche das 10jährige Mädchen besucht. Ein direkter Kontakt zur Familie ist in Planung, um weitere Schritte bedarfsgerecht planen zu können. Es handelt sich um einen Vater mit zwei Kindern im Alter von 10 und 2 Jahren.
Du kannst helfen. Unterstütze die Familie mit einer Spende. Jede Unterstützung zählt.
Valeria, eine Familie am Limit
Valeria, die Mama mit ihren fünf Kindern, welche wir schon seit vielen Jahren begleiten und unterstützen, lebt in sehr engen Verhältnissen. Sie ist alleinerziehend und trägt die gesamte Verantwortung allein. Zwei ihrer Kinder sind Zwillinge und erst etwas über zwei Jahre alt. Sie brauchen altersansprechend noch viel Betreuung und Aufmerksamkeit.
Eine der älteren Töchter lebt seit einer ersten psychischen Krise für ein Jahr in einer spezialisierten Institution. Die Situation belastet die ganze Familie. Die Besuche sind schwierig. Der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist lang und teuer. Oft fehlt das Geld für die Tickets. Gleichzeitig muss die Mutter eine Betreuung für die kleinen Kinder organisieren, wenn sie ihre Tochter besuchen will. Das ist im Alltag kaum zu stemmen.
Auch die Grundversorgung ist unsicher. Die Familie braucht regelmässig Unterstützung mit Lebensmitteln. Ohne Hilfe reicht es oft nicht.
Der Verein Pro Tico hat alle Schuluniformen für die Kinder finanziert. Das entlastet die Familie spürbar und ermöglicht den Kindern den Schulbesuch. Trotz der schwierigen Lebenssituation zeigen die Kinder grosse Dankbarkeit. Schon ein gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant nach dem gemeinsamen Einkauf der Uniformen und der Schuhe ist für sie etwas Besonderes. Sie freuen sich darauf und geniessen diesen Moment. Ihre Art ist auffallend fein und respektvoll. Sie begegnen anderen Menschen mit grossem Respekt und einer stillen Höflichkeit, die berührt. Wenn Einkäufe anstehen, bereiten sie sich bewusst und mit Freude darauf vor. Sie ziehen ihre besten Kleider an und duschen vorher. Für sie ist das ein besonderer Anlass.
Die Familie lebt am Limit. Jede Unterstützung wirkt direkt im Alltag.
Drei Generationen unter einem (maroden) Dach
In einem doch recht grossem Haus leben drei Generationen zusammen. Eltern, Grosseltern, drei Kinder im Schulalter, sie besuchen alle die Oberstufe, und ein Nachzügler teilen sich das Haus. Die Familie musste mehrfach umziehen. Das letzte Mal vor einem Jahr, nachdem ihr vorheriges Haus abgerissen wurde. Jetzt wohnen sie in einem etwas grösseren Haus. Die zwei grösseren Jungs teilen sich mit der Grossmutter ein Zimmer. Wie lange sie dort bleiben können, ist unklar. Die Bausubstanz ist schlecht. Die Decke ist an vielen Stellen beschädigt und droht herunterzufallen.
Die finanzielle Situation ist angespannt. Zurzeit hat nur der Vater eine feste Arbeit. Der Grossvater ist ohne Beschäftigung. Für einen Haushalt mit acht Personen reicht das Einkommen kaum aus.
Die Jugendlichen versuchen, ihren Beitrag zu leisten. In den Ferien nehmen sie Gelegenheitsjobs an. Jede Einnahme hilft, den Alltag zu sichern.
Die Familie lebt mit viel Unsicherheit. Stabilität bleibt ihr grösster Wunsch.
Einblick in den Einkauf der Schulutensilien
Jedes Jahr im Januar beginnt die Organisation. Wir verteilen die Listen an die Familien, sammeln sie wieder ein und führen alles zusammen. Dann starten wir mit dem Einkauf. Vor Ort begleiten uns Stefi und Amanda, enge Freunde aus Atenas. Die Fahrt führt nach Alajuela in den Laden El Rey. Der Laden ist gross und bietet alles, was wir brauchen. Seit Jahren unterstützt uns die Filialleiterin persönlich. Sie kennt unser Projekt und freut sich, wenn wir wieder kommen. Wir erhalten zudem 5 Prozent Rabatt.
Nach dem Einkauf beginnt direkt die Vorbereitung der Verteilung. Die Listen zeigen genau, was jedes Kind braucht. Nicht alle benötigen die gleichen Materialien. Wir legen alles auf Tischen aus und stellen die Pakete individuell zusammen. Anschliessend verpacken wir die Materialien für jedes Kind einzeln. So ist alles bereit für die Übergabe. Am Ende des Tages laden wir unsere Helferinnen als Dank zu einem gemeinsamen Abendessen ein.
In den darauffolgenden Tagen verteilen wir die Materialien an die Familien. Parallel organisieren wir den Kauf der Schuluniformen und Schuhe. Dabei unterstützen uns seit vielen Jahren Elsbeth und Werner.
So stellen wir gemeinsam sicher, dass alle Kinder und Jugendlichen gut ins neue Schuljahr starten.