Durch unsere Nachbarin Wendy wurden wir auf Sandra aufmerksam, eine alleinerziehende Mutter von Mathias (6), Jemela (9) und Pablo (10). Sie hatte kein Geld mehr für Nahrungsmittel.
Sandra lebt mit ihren Kindern und ihrer Mutter Estrela in einem kleinen Haus im Barrio Jesús. Sandra arbeitet zwei Tage pro Woche bei der Müllabfuhr und erhält eine geringe staatliche Unterstützung von etwa 30 US-Dollar pro Kind und Monat.
Ihre Mutter Estrela verkauft jede Woche rund 100 Lose für eine kleine Hauslotterie, sodass ihr durchschnittlich 25 US-Dollar pro Woche bleiben. Selbst wenn alles gut läuft, liegt das monatliche Einkommen der Familie unter 300 US-Dollar – deutlich unter der Armutsgrenze und viel zu wenig für zwei Erwachsene und drei Kinder.
Die Väter der Kinder haben nie mit der Familie zusammengelebt und übernehmen keine Verantwortung. Viele aussereheliche Schwangerschaften in Costa Rica entstehen durch mangelnde Aufklärung und religiös geprägte Haltungen zur Verhütung.
Wir besuchten die Familie und brachten Lebensmittel und Hygieneartikel mit. Das Haus ist sauber, lediglich das WC braucht etwas Pflege. Mutter und Großmutter waren sehr dankbar, die Kinder überglücklich.
Auffällig ist, dass die Kinder übergewichtig sind – bedingt durch einseitige Ernährung und zu wenig Bewegung, da kaum Platz oder Angebote zum Spielen und Sport bestehen.
Die sechsjährige Ashly lebt mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester in einem kleinen, adretten Haus von nur 30 m², das zwischen zwei anderen Häusern eingeklemmt ist. Obwohl das Haus ruhig liegt und hübsch ist, lebt die Familie unter der Armutsgrenze. Der Vater hat keine feste Anstellung und verdient sein Geld mit Gelegenheitsarbeiten.
Ashly liebt Schule, Musik, Mathematik, Englisch und Spanisch. Ihr Traum ist es, einmal Zahnärztin zu werden. Ihre größten Wünsche: bei der Familie bleiben, Kleidung, Schuhe und Spielsachen.
Die Mutter wünscht sich die Fertigstellung des Hauses, die Fortsetzung ihres Studiums im Gesundheitswesen und hofft, dass die Kinder sicher aufwachsen und die Schule abschließen. Besorgnisse über die Arbeit des Vaters, die Gesundheit der Familie – insbesondere des Großvaters, der invalide ist – und die ungewisse Zukunft belasten die Familie stark.
Pro Tico unterstützt Ashly und ihre Familie, damit die Kinder zur Schule gehen können.
Der neunjährige Jonathan lebt mit seiner Mutter und seiner etwa 15-jährigen Schwester in einem kleinen, notdürftig ausgebauten Holzhaus, das vom Arbeitgeber seiner Mutter kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Der Boden besteht aus rohem Beton, das Dach ist undicht, und im Haushalt fehlt praktisch alles.
Jonathan ist in Costa Rica geboren und besucht hier die Schule. Er liebt Fußball, seine Familie und ist besonders gut in Mathematik. Sein Traum ist es, Polizist zu werden. Seine Wünsche: Spiele, Sportkleidung und Sportschuhe.
Jonathans Mutter ist Nicaraguanerin und besitzt keine Niederlassungsbewilligung für Costa Rica. Ihr Pass ist abgelaufen, und eine Erneuerung ist wegen fehlender Mittel derzeit nicht möglich. Auch ihre ältere Tochter hat nie eine Schule besucht. Jonathan hingegen ist in Costa Rica geboren und damit automatisch costa-ricanische Staatsbürger. Er besucht die Schule und hat einen älteren Bruder, der das Gymnasium in Atenas besuchen kann.
Die Mutter träumt von einem eigenen kleinen Haus, einer gültigen Niederlassungsbewilligung und einem besseren Leben für die ganze Familie. Ihre größten Sorgen sind, dass die Kinder ihre Schulbildung nicht abschließen und dass sie ihre Arbeit verliert. Gesundheit und Sicherheit der Familie stehen für sie an erster Stelle.
Mutter arbeitet täglich viele Stunden als Hilfsarbeiterin und sorgt dafür, dass die Familie überlebt. Sie hofft auf ein eigenes Haus, eine gesicherte Arbeit und die Möglichkeit, dass alle Kinder die Schule abschließen und gesund bleiben.
Dank der Patenschaft von Monika und Marcel Gossweiler aus der Schweiz bekommt Jonathan bereits Unterstützung, damit er trotz schwieriger Lebensumstände lernen, spielen und seine Ziele verfolgen kann.
Die sechsjährige Yeilin lebt mit ihrer Mutter, ihrem neunjährigen Bruder, einem gleichaltrigen Onkel und den Großeltern in einem kleinen Haus, das vom Arbeitgeber des Großvaters kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Der Großvater ist Landarbeiter und das einzige Einkommen der Familie, oft gerade genug für das Nötigste.
Die Familie kämpft mit Geldmangel, langen Schulwegen (30 Minuten zu Fuß) und knapper Ernährung. Trotz der Schwierigkeiten sind Zusammenhalt und Freude an der Familie das Wichtigste für alle.
Yeilins Wünsche: Kleidung, Schuhe und eine sprechende Puppe. Sie träumt davon, einmal Zahnärztin oder berühmte Köchin zu werden. Ihr Bruder wünscht sich ein Fahrrad, Kleidung, Schuhe und möchte Künstler oder Musiker werden.
Dank einer Patenschaft können Schuluniform, Rucksack, Materialien und Kleidung finanziert werden – eine enorme Entlastung für die Familie. Pro Tico begleitet Yeilin und ihre Familie, damit die Kinder trotz Armut zur Schule gehen und lernen können. Zum Geburtstag erhielt Yeilin von ihrer Patin aus der Schweiz eine Puppe – sie konnte ihr Glück kaum fassen und war überglücklich über das liebevolle Geschenk.
Cristian lebt mit seinen Eltern in einem kleinen Holzhaus in Morazán, das vom Arbeitgeber seines Vaters kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Der Boden besteht aus Erde, Wände und Dach sind teilweise undicht, gekocht wird auf einer einfachen Feuerstelle. Strom gibt es, aber kaum Haushaltsgeräte – außer einem alten Mixer und einem Fernseher.
Trotz der schwierigen Lebensbedingungen ist Cristian ein lebensfrohes Kind. Er liebt Schule, Fußball, das traditionelle Spiel „La Ando“ und träumt davon, Arzt zu werden. Seine größten Wünsche: ein eigenes Haus, Kleidung, Schuhe und ein Computer.
Die Mutter wünscht sich ein stabiles Zuhause, genug Geld für Christians Schulbildung und ein sicheres Leben für die Familie. Pro Tico unterstützt die Familie regelmässig mit Lebensmittel, Kleider und Schulmaterial.
Die neunjährige Anelys und ihr 13-jähriger Bruder Manuel leben mit ihren Eltern in einer umgebauten Garage in Morazán. Die Wohnung ist klein, ruhig – aber fast die Hälfte des geringen Einkommens geht für Miete, Wasser und Strom drauf. Für Essen, Kleidung oder Schulmaterial bleibt kaum etwas übrig.
Trotz der Armut stehen Zusammenhalt und Familie für alle an erster Stelle. Anelys liebt die Schule, besonders Mathematik und Englisch, und träumt davon, Ärztin zu werden. Manuel möchte Wissenschaftler werden. Beide wünschen sich ein eigenes Haus. Die Eltern träumen von einem besseren Zuhause, sicheren Arbeitsbedingungen und Bildung für ihre Kinder. Die Familie kämpft täglich, um das Notwendige bereitzustellen und gesund zu bleiben.
Dank der Patenschaft von Monika und Marcel Gossweiler aus der Schweiz bekommt Anelys bereits Unterstützung. Mit Ihrer Hilfe können wir diese Kinder weiterhin begleiten, ihre Bildung sichern und hoffentlich eines Tages ihre Träume ermöglichen.
Der achtjährige Manuel besucht die zweite Klasse und lebt zusammen mit seinem Vater, seiner Schwester, seiner Tante, deren Mann und zwei weiteren Kindern in einem winzigen Haus von nur 20 m². Tagsüber spielt und lebt die Familie auf der kleinen Veranda, nachts schlafen Manuel, sein Vater und seine Schwester auf zusammengerollten Matratzen im Mini-Wohnzimmer.
Manuel hat Lernschwierigkeiten, ist aber motiviert: Er liebt Mathematik, Spanisch, Englisch – und träumt davon, einmal Lehrer zu werden. Fußball, Tennis und Spiele machen ihm Freude, doch es fehlt an Kleidung, Schuhen und Schulmaterial.
Trotz zwei Einkommen reicht das Geld kaum aus, besonders für Schulutensilien und Uniformen. Die Familie lebt unter ständiger Sorge, Costa Rica verlassen zu müssen, obwohl drei Kinder hier geboren wurden. Nicaraguaner erfahren in Costa Rica oft Diskriminierung, und der politische Druck ist groß.
Pro Tico unterstützt mehrere Familien in ähnlichen Lebenssituationen, damit Kinder zur Schule gehen, lernen und Kindheit genießen können – ohne ständige Existenzängste.